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Im folgenden der Alltag im Lager der Brigantai auf Hamur beschrieben.


Alltag Bearbeiten

Ein jeder Tag beginnt mit der azurblauen Stunde, und damit mit dem Aufstehen. Von den Frauen werden die Speisereste des Vortages zu einem Frühstück bereitet. Gegen Ende der Stunde findet ein gemeinsames Mahl der Kämpfer des Lagers statt, die von den Frauen bedient werden. Die Frauen nehmen ihre Nahrung zwischendurch zu sich. Auffallend bei allen Mahlzeiten ist für Aventurier das durchgehend laute Essgeräusch der Tharuner. Auch die beständigen - mal laut ausgesprochenen, mal eher leise gemurmelten - Lobpreisungen der Neugötter verhindern das Aufkommen von Gesprächen.

Stehen für einen Tag Besonderheiten an, wie etwa Expeditionen zu einem der Dörfer, Jagd oder Wetter machen, so bricht die entsprechende Gruppe in der violetten Stunde auf. Die Frauen gehen ihrer Arbeit nach, bereiten nebenbei noch die beiden weiteren Mahlzeiten vor.

Bis zur gelben Stunde geht jeder seinen Aufgaben nach: die Handwerker arbeiten, die Krieger pflegen ihre Körper, üben sich im Zweikampfkampf oder Trainieren den Schattenkampf, bessern ihre Ausrüstung aus oder pflegen sie ganz allgemein.

In der gelben Stunde gibt es eine warme Mahlzeit.

in den beiden weißen Stunden wird zumeist (auch von den Frauen) geruht, denn es ist zu heiß, um irgend etwas nicht wirklich unaufschiebbares zu tun. Die restlichen Stunden werden genutzt, wie der Vormittag: zuerst die Arbeit und Pflicht (wobei man versucht, bis zur violetten Stunde entweder im Lager zu sein oder an seinem Zielort bzw. an einem schon vorher bekannten und nach Möglichkeit entsprechend vorbereitetem Platz sein Nachtlager aufzuschlagen) und in der azurnen Stunde das Abendessen.

Wenn es dunkel wird, werden die Lagerfeuer entzündet und noch gesellig zusammengesessen, aber die Angst vor den Rächern Arkan'zins treibt doch bald alle in die Bettstadt.

Mahlzeiten Bearbeiten

Die Mahlzeiten werden gemeinsam in der Mitte des Lagers eingenommen. Als Geschirr dienen Holzteller und Platten, auf denen Obst und Gemüse angeboten wird. In mehreren großen Metalltöpfen kann gekocht werden, erlegtes Wild wird auf Spießen gebraten werden. .
Alle erwachsenen Frauen (ab etwa einem Alter von 14 Jahren) teilen die Zubereitung der Speisen so ein, dass für jeden genug vorhanden ist. Einzig Ra'Ida Janmara ist von den Frauen von der Zubereitung der Speisen freigestellt. Als Besteck dienen zwei zinkige Gabeln, tiefe Löffel sowie die eigenen Hände, nur selten werden Messer benutzt.
Die Frauen und Kinder des Lagers essen abseits. Es wird stets die gesamte Mahlzeit hingestellt, jeder bedient sich selbst, so dass die Frauen im Lager verhältnismäßig (für tharunische Verhältnisse) frei sind. Sich als Mann zu den Frauen zu setzen, wird mit befremden bedacht.
Zum Brot backen steht ein Lehmofen im Lager zur Verfügung.

Übungskämpfe Bearbeiten

Übungskämpfe finden im Lager fast ständig statt und werden nach speziellen Regeln durchgeführt. Geschlagen wird nur mit halber Kraft und mit der flachen Seite der Waffe (was grade bei einem Spälter keine leichte Aufgabe ist!). Regeltechnisch verursacht jeder Treffer 1 SP und die volle Anzahl an Schaden an Ausdauerpunkten. Der Schadenspunkt heilt bei Kämpfern, die diese Art des Trainings gewohnt sind, durch Nachtruhe aus - zu Beginn des Aufenthaltes werden die Helden sich aber zunächst recht geschunden fühlen! Die Ausdauerpunkte regenerieren sich mit etwa 3w6 Pro Stunde. AT/PA-Abzüge werden wie in den offiziellen Regeln vorgesehen gehandhabt. Kommt es bei einem Nicht-Schwertmeister (dazu zählen zumindest Anfangs auch die Helden!) bei einer Attacke zu einer 20, die er nicht durch eine AT+7 ausgleichen kann, so unterläuft ihm ein Fehler: er trifft den Trainingspartner mit der Klinge seiner Waffe, es fallen echte Schadenspunkte an (wenn auch kein voller Schaden, da der Kämpfer ja auch jeden Fall versucht hat, den Schlag abzubremsen, die Waffe halt nur nicht rechtzeitig weggedreht bekam). Dies ist natürlich höchst peinlich, sollte sofort von einer Entschuldigung gefolgt werden (sonst könnte der Getroffene ungehalten werden). Trotzdem ist es üblich, dass der Täter dem Opfer einen Ausgleich erbringen muss, den beide Seiten als angemessen erachten.

Kinder Bearbeiten

Die Erziehung der Kinder übernehmen hauptsächlich die Frauen. Die Mädchen werden ab einem Alter von etwa 6 Jahren nach und nach in die Lagerarbeit mit einbezogen, die Jungen ebenso. Ab einem Alter von 8 Jahren werden die Jungen im Kampf unterwiesen und mehr und mehr zu Kämpfern herangezogen. Mit 15 Jahren gelten die Kinder als eigenständig. Unverheiratete Kinder verbleiben meist bei den Eltern oder ziehen in ein eigenes Zelt. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Brigantai an der Schwelle zum Erwachsenenalter das Lager verlässt, um in einem der Dörfer Hamurs eine Familie zu gründen, ebenso häufig ist es, dass sich ein männlicher Lagerbewohner eine Braut aus einem der Dörfer holt.

Zeremonien Bearbeiten

Im Allgemeinen werden die anfallenden Zeremonien vom Lagerführer, also momentan Sanyarin Dhana durchgeführt. Kurz nach der Geburt eines Kindes (wenn sich die Mutter vom Geburtsvorgang erholt hat) wird meist ein kleines Fest gegeben, mit dem das Kind in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Meist wird ein Patenonkel vom Vater benannt, der sich um das Kind kümmern soll, falls der Vater verstirbt. Diese Feste sind die einzigen, bei denen alle Bewohner des Lager grob Kreisförmig um ein großes Feuer sitzen - wenn auch nach Geschlechtern und nicht etwa nach (Familien-)Zusammengehörigkeit getrennt, wobei der jeweilige Kindsvater und die Kindsmutter den einen Übergang der Geschlechter bilden und Sanyarin und Ra'Ida den anderen.

Hochzeiten werden im Lager meist von den Eltern abgesprochen, die betroffenen Kinder haben aber durchaus die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. . Bei der Zeremonie wird ein Brautgeschenk überreicht und anschließend die Verbindung von Sanyarin rechtsgültig gemacht. Meist gibt es daran anschließend einen letzten Abend in Freiheit für beide Eheleute, der in der Hochzeitsnacht endet.

Bestattungen finden im Wald statt. Der Leichnam wird von den Freunden unter Wehklagen der Frauen auf einem Scheiterhaufen verbrannt, Sanyarin oder auch Druuga spricht einige Worte zum Geleit oder erzählt eine Legende, die passend erscheint. Die Asche des verstorbenen wird schließlich im Bach verstreut.

Auch die Opfer des Lagers werden von Sanyarin durchgeführt. Sie werden etwa alle 300 Tage durchgeführt, wobei sich die Brigantai an der Saat- bzw. Erntezeit der Bauern orientieren.
Zum einen muss von den Lagerbewohnern ein Quellengeist gnädig gestimmt werden, der etwa eine Meile vor dem Lager am Bach zu finden ist. Er begnügt sich meist mit einigen ehrfürchtig in den Bach geworfenen Obststücken.
Für das von den Frauen im Wald gesammelte Obst muss eine Nanja im Wald beschenkt werden. Sie ist schon etwas wählerischer und jedes mal wird ein Jüngling, eine große Menge Kiri-Früchte und -Wein, Fisch und Metallwerkzeug mitgenommen, um ihre wechselnden Ansprüche sofort befriedigen zu können (wobei, wenn es den Jüngling trifft, dieser nach wenigen Stunden wieder relativ unbeschadet zurückkommt, sich aber aber an nichts mehr erinnern kann). Die Nanja ist aber sehr friedlich und lässt in schlechten Jahren auch mal mit sich reden.
Am schwierigsten ist der Regendämon, der in einem Szenario kurz vorgestellt werden wird. . Durch ihn wird der Bach reichhaltig gespeist und somit auch das jagbare Wild in der Umgebung gehalten.

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