FANDOM


Die Schwertmeisterkampagne findet ja - derisch mythologisch betrachtet - vor dem Hintergrund des Krieges der Götter statt. die aventurischen Zwölfgötter haben eine Truppe ihrer gläubigen Anhänger / Vertreter ihrer Kultur nach Tharun gesandt, um dies militärisch wie kulturell für sie (zurück-) zu erobern.

Um gewisse Geschehnisse des Metaplotes der Schwertmeisterkampagne richtig handhaben zu können, ist für den Spielleiter natürlich ein grundlegendes Verständnis der Motive, Beweggründe und Grenzen dieses Konflikts notwendig. In diesem Artikel soll versucht werden, dafür einige Eckpunkte aufzuarbeiten.

Vorbemerkung Bearbeiten

Das Schwarze Auge ist ein Rollenspiel, dessen Metaplot Tag für Tag neu entwickelt wird. Sicherlich, es gibt teilweise weitreichende Planungen. Andererseits aber auch nicht zu weitreichend. DSA Autor Hadmar Wieser beantwortete die von Fanseite oftmals an ihn herangetragenen Fragen nach Werdet ihr jemals ... ? und Habt ihr mit Person/Land XYZ noch mal was vor? sinngemäß folgendermaßen: Die Fans wollen etwa alle fünf Jahre ein grundlegend neues, aufregendes Element im Spiel haben, daher können wir keine endgültigen Aussagen treffen, was die Zukunft betrifft.
So ist es schon seit nunmehr zwei Jahrzehnten Gang und Gäbe in der DSA Redaktion, das jeder neu hinzu gekommene Autor - und aufgrund der Strukturen der deutschen Rollenspielszene, die eine Beschäftigung eigentlich nur auf nebenberuflicher Basis erlaubt, geben sich Redakteure und Autoren beständig die Klinke in die Hand - sich anzuschauen, was an Material bereits publiziert wurde und dieses dann neu zu interpretieren. Dabei bleiben oftmals Planungen und Überlegungen der Vorgänger auf der Strecke, wenn sie eben nicht in einer offiziellen Publikation Niederschlag gefunden haben. So sind nun mal die Strukturen, für heutige Autoren ist es nicht möglich, bei den Abenteuerautoren von 1992 nachzufragen, was sie da wohl noch in Planung gehabt hatten. Die DSA-Redaktion sichert natürlich eine gewisse Kontinuität, aber vieles ist Stückwerk.
Grade das hat aber auch schon zu vielen grandiosen Ideen geführt. Viele Autoren haben es geschafft, Ideen und Fragmente ihrer Vorgänger auf grandioser Weise neu zu kombinieren und interpretieren. Das Ende der Borbaradkampagne zum Beispiel ist ein Beispiel, die Reise zum Horizont ein anderes. Solche Neuinterpretationen treffen auch für den Götter-Metaplot zu. Als Hadmar Wieser 1987/88 die Neugötter einführte, war der derische Götterhimmel scheinbar noch wohl geordnet: da gab es nur die Zwölfe und den Namenlosen. Mittlerweile hat sich das Bild - dank einer Vielzahl vergangener und aktueller Pantheone geändert: es gibt die sterbenden Götter der Echsen, die Götter der Elfen, die imperiale Oktade Myranors, diverse Stammeskulturen, die Orkgötter.
Insofern ist die Aufgabe jedes Schwertmeister-Spielleiters der jedes anderen DSA-Autoren vergleichbar: sich bestehende Publikationen anschauen und die Einzelteile zu einem möglichst widerspruchsfreien Gesamtbild zusammenfügen. Dies soll mit diesem Artikel in Angriff genommen werden.


Quellen Bearbeiten

Zunächst ist es wichtig, die einzelnen bedeutenden Quellen in der DSA-Historie aufzufinden und zu interpretieren.

Das Zwölfgötteredikt des Silem-Horas
Wichtig ist zunächst festzuhalten, dass es tatsächlich so etwas wie die Zwölfgötter gibt. Hier ist das kurz vor Bosparans Fall vom damaligen Kaiser und (!) Lichtboten Silem-Horas verkündete Zwölfgötteredikt von besonderer Bedeutung. Irdisch wird es als wahr dargestellt, also als eine auf göttliche Eingebung zurückgehende Verkündigung, die den Zusammenhalt der Zwölfgötter festschreibt.
DSA-Roman 62 Das Greifenopfer
In diesem Roman treffen ein Phexgeweihter, ein Troll, ein recht informierter Geweihter des Namenlosen und der Aikar Brazoragh der Orkgötter höchst selbst vor mystischem Hintergrund aufeinander und sprechen das eine oder andere Bonmot (was uns hier aber nicht zu Spoilern über den sonstigen Inhalt des Romans zwingt).:
Auf den Seiten 320-325 kommt es zum verbalen Schlagabtausch, in dem der Geweihte des Namenlosen angibt, dass die heutigen Orkgötter (gemeint sind im speziellen Brazoragh und Tairach) einst das Angebot seines Gottes ausgeschlagen hätten, sich an seine Seite zu stellen - vielmehr hätten auch sie sich gegen ihn erhoben; der Geweihte stellt die Orkgötter allerdings auch - wie seinen eigenen Herren - als von den Zwölfen um ihre Macht betrogen dar.
Zusammenschau zu den Neugöttern in der WikiaAventurica
Es scheint auf Dere so üblich zu sein, dass Götter von verschiedenen Völkern unter ähnlich klingenden Namen verehrt werden. So werden auch die meisten der Neugötter in Aventurien und Myranor von verschiedenen Völkern und Rassen verehrt. Die einzelnen Beiträge der WikiaAventurica haben solche vermutbaren Zusammenhänge zusammengefasst:
  • Arkan'Zin: möglicherweise der Erzdämon Blakharaz
  • Sindayru: keine Vermutungen
  • Zirraku: möglicherweise der Orkgott Brazoragh
  • Shin-Xirit: Gott der myranischen Oktade (Streitkräfte), Insekten-Verbindung
  • Ojo'Sombri: verehrt von den myranischen Shingwa und Tighrir
  • Numinoru: Risso, frühe Menschliche Völker Myranors
  • Pateshi (kein WA-Artikel vorhanden): Wird bei verschiedenen myranischen Katzenvölkern verehrt
  • Nanurta: möglicherweise die elfische Göttin Nurti
Die Götter des Schwarzen Auges aus Götter, Magier und Geweihte
Hierin finden sich einige interessante Anmerkungen:
  • Seite 73: (Anmerkung zur Ausgestaltung der Götter)ein Jahrhundert entspreche in der Wahrnehmung eines Gottes etwa einem Tag (wobei das wirken von Wundern allerdings wohl als eine Art unbewusster Reflex anzusehen ist).
  • Seite 74: die sechs Hohen Drachen sind (wie vermutlich diverse 'Halbgötter' des Zwölfgötterglaubens) eben keine Anhängsel, sondern Bundesgenossen.
myranische Geschichte (2252 Imperiale Zeitrechnung)
Die myranische Geschichtsschreibung kennt die 'Sekte' der Hexatéer - die anstatt an Stammesgottheiten oder die imperial üblichen acht Götter an ein Pantheon von sechs Göttern glaubt. Diese Sekte wanderte nach Aventurien aus und traf dort auf den Glauben von sechs weiteren Göttern (vgl. die Angaben zur 'Herkunft der Götter' bei den jeweiligen Zwölfgöttern in Kirchen, Kulte, Ordenskrieger). Durch den Efferdswall werden sie mittels göttlichen Eingreifens vor den Myranern 'geschützt' (und durch das Silem-Horas-Edikt (s.o.) zu einem einzigen Glauben - dem Zwölfgötterglauben - vereinigt)
Kurzgeschichte Die letzte Glut (im Sammelband Magische Zeiten, S. 377ff)
In dieser Kurzgeschichte begleiten/bringen die beiden Halbgötter Xeledon, der Spötter und Borbarad, Herr des verbotenen Wissens den Sterblichen Nostria Thamos zur Apokalypse, zum Ende der Zeit, zur Schlacht der Götter gegen die Dämonen; hierbei werden einige Einzelheiten hervorgehoben: sowohl Brazoragh als auch Nanurdta sind bis zur Schlacht gefesselt (gleichsam der Namenlose), alle drei kämpfen dann aber auf Seiten der Götter gegen die Dämonen.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki