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Auf Hamur existiert eine kleine Gruppe von Namenlosen - Hamuris, die aufgrund von offensichtlichen Erkrankungen als von den Göttern verflucht gelten die daher aus ihrem jeweiligen bisherigen sozialem Umfeld vertrieben wurden.
Häufig, wenn jemand offensichtlich erkrankt, wird er jedoch entweder gleich als Ketzer gelyncht oder stirbt - da nicht auf das Überleben in der Wildnis vorbereitet - wenige Tage nach seiner Vertreibung an Unterernährung oder fällt einem der vielen Fleischfresser Hamurs zum Opfer, die Menschen auf ihrem Speiseplan stehen haben.
Dieser Text beruht auf Ausarbeitungen von Svenel.

Die Namenlosen Bearbeiten

Nur selten gelingt es einem der Vertriebenen, Anschluss an Menschen zu finden, die in der Wildnis überleben können. Auf Hamur gibt es anscheinend nur eine solche Gruppen, die schon seit mehreren Jahrzehnten besteht, wenn auch in wechselnder Besetzung.

Die Familie von Nisko und Viala Bearbeiten

Nisko (42)
Nisko wurde vor langem ausgestoßen. Er hat sich mit seinem Schicksal abgefunden. Er wurde wegen einer Erkrankung mit seiner Frau ausgestoßen, hat aber keine Symptome mehr. Nisko kennt die Gegend gut und hat einige Wildnistalente und mäßige Kampftalente entwickelt.

Viala (35)
Viala wurde, als Niskos Frau, wegen dessen Erkrankung mit ihm ausgestoßen. Sie ist sehr ängstlich und hat aus diesem Grund trotz der schwierigen Lage keine Gleichberechtigung errungen. Sie schleicht zumeist hinter ihrem Mann her und achtet auf ihr Mädchen und ihren jüngeren Sohn, ansonsten ist sie zum Überleben komplett auf die Fähigkeiten ihres Mannes angewiesen.

Trimi (10)
Der älteste Sohn von Nisko und Viala wurde schon im Wald geboren, wie seine Geschwister aber in den traditionellen Formen der tharunischen Gesellschaft unterwiesen. Durch die fehlende Indoktrination eines Azarai hat er aber keine rechte Beziehung zum Gesellschaftssystem.

Mi (6)
Mi wurde auch im Wald als Tochter von Nisko und Viala geboren, glaubt aber ehrfürchtig an die Neugötter, die ihr von ihrer Mutter näher gebracht wurden. Wie es sich für ein tharunisches Mädchen gehört, ist sie trotz ihres jungen Alters bereits sehr ruhig und zurückhaltend.

Mü (5)
Die zweite Tochter von Nisko und Viala verhält sich wie ihre ältere Schwester, hat aber eine innige Beziehung zu den (Pflanzen fressenden) Tieren des Waldes, wenn die Gruppe auch gelegentlich von Fleischfressern angegriffen wird. Mü hätte gerne eine Katze als "Haustier", bekommt diese aber aus tharunischen Gründen natürlich nicht.

Treono (4)
Der jüngste Sohn von Nisko und Viala, genießt in seiner Familie und der Gruppe keine hohen Status. Seit einer Verletzung bei dem Angriffe eines Rudels Ite-O-Magazu kann er seinen kleinen linken Arm nicht mehr richtig bewegen. Ständig wird Treono das Wort verboten, so dass seine Sprachfertigkeiten sich nur eingeschränkt entwickeln konnten. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich an seine Mutter zu halten, die ihm eben mütterliche Liebe angedeihen lässt, während er von seinem Vater oft 'eine gelangt' bekommt.


Heron und seine Kinder Bearbeiten

Heron (48)
Er ist der älteste in der Gruppe der Namenlosen Hamurs. Seine Exilierung verdankt er einem rot schwarzem Hautausschlag - weswegen er auch in der Gruppe stets einen Körper vollständig zu verhüllen trachtet und - verschleiert wie ein Novadi - nur seine Augen unbedeckt lässt. Wenn er seine befallene Haut zweigt, reagiert Gruppe angewidert, wie auf eine Obszönität. Von den anderen Gruppenmitgliedern wird er zumeist gemieden. Jedoch ist die Gruppe auf ihn angewiesen, da er zu den wenigen halbwegs kampfkräftigen Mitgliedern zählt, die die Namenlosen vor Wildtieren beschützt. Seine mit ihm exilierten Frauen (Heron war einst ein höherer Guerai) sind dem Wildnisleben zum Opfer gefallen. Er hat nur eine Tochter und einen Sohn. Der tharunischen Gesellschaftsordnung steht Heron jedoch eigentlich unkritisch gegenüber, hält also sein Schicksal für verdient - auch wenn er nicht weiß, für welche seine Schandtaten er von den Göttern bestraft wurde (als höherer Guerai sollte aber keine Mangel an 'verdächtigen' Handlungen herrschen).

Niema (24)
Niema ist Herons Tochter und wurde in Sarab Hamur geboren. Sie hat mit dem tharunischen Gesellschaftssystem gebrochen - da sie sich zu unrecht von den Göttern bestraft sieht - schweigt aber in der Gruppe über ihre Einstellung. Niema hat sich eine gewisse Selbständigkeit erarbeitet, da sie sich im Laufe der Zeit mit den Pflanzen Hamurs vertraut gemacht hat und so für die Versorgung der Gruppe mit pflanzlicher Nahrung eine gewisse Unentbehrlichkeit hat. In Sachen Heilwirkung von Pflanzen ist Niema jedoch gänzlich unkundig - sie hat Angst, persönlich von Pateshi gestraft zu werden, wenn sie sich genauer damit auseinander setzt.

Senko (29)
Senko ist der zweite Grund, warum Herons Familie etwas gemieden wird: er übt offen Kritik am tharunischen Gesellschaftssystem und beteuert, dass die Menschen den göttlichen Willen sicherlich falsch auslegen - an den Göttern selbst zweifelt er jedoch nicht. Bei der Vertreibung aus Hamur nahm Senko ein Messer mit, dass mittlerweile stumpf ist, jedoch einer der wertvollsten Besitze der Namenlosen bleibt. Hin und wieder schnitzt Senko damit einen Stock. Damit ist Senko der dritte und letzte der Gruppe, der der Gruppe einen gewissen Schutz gegen die wilden Tiere Hamurs bieten kann.

Trane - gerettet? Bearbeiten

Trane (35)
Trane wurde mit ihrer Tochter aus einem Bauerndorf verjagt, da das Mädchen an Atemnot litt und sie mit den Unreinen (den Helden) in Berührung gekommen ist. Da Trane erst seit kurzem bei den Namenlosen ist, spielt sie in der Gruppendynamik keine große Rolle und rennt nur recht kopflos hinter den anderen her. Vor allem, wenn es mal gefährlich wird (Geräusche aus dem Wald die Nähe von gefährlichen Fleischfressern verheißen), nimmt sie schnell die Beine in die Hand - aber immer rennt sie jemand anderem hinterher. Trane wird momentan noch von den anderen komplett mit "durch gefüttert", was die Versorgungslage der Gruppe sehr belastet. Da dies aber für Neulinge in der Gruppe keine ungewohnter Zustand ist, der sich mit der Zeit ändert, üben die meisten anderen keinen Druck auf sie aus. Trane führt ihre kleine Tochter mit sich.

Die Drei Geschwister Bearbeiten

Aschni (15)
Aschni ist die älteste von drei Geschwistern, die mit ihren Eltern aus einem Dorf vertrieben wurden, da ihre Eltern an einer sichtbaren Krankheit litten. Sie starben auf der Flucht recht bald an den Folgen ihrer Erkrankung. Die Kinder konnten sich einige Tage am Leben erhalten und trafen dann auf die restlichen Namenlosen. Hier bilden die drei Geschwister nun eine dritte Gruppe. Aschni hat sich mit der Nahrungsbeschaffung und der Herrichtung der nächtlichen Lagerplätze eine feste Rolle in der Gruppe erarbeitet.

Niera (12)
Niera ist eine der drei Geschwister und da sie früh den erziehenden Einfluss der Eltern verloren hat, ist sie nur mäßig in der tharunischen Gesellschaft und Götterkunde bewandert. Für den wichtigsten Gott hält sie eine Nanja, die sie einmal gesehen hat.

Xerisch (11)
Der dritte und jüngste im Bunde ist Xerisch, der sich seinen beiden älteren Schwestern unterordnet und wie seine Schwester Niera in einem selbst zusammengeschustertem Weltbild lebt. Er ist beständig mit Aschni zusammen und lernt von ihr. Auch pflegt er den Kontakt zu zu Senko, der ihm ein bisschen was von Kampftechnik beigebracht hat.

Der Älteste Bearbeiten

Armosch (51)
Ohne jede Zugehörigkeit ist Armosch, der letzte Rest der Namenlosen der ersten Generation. Sein Wissen um den Wald ist groß, und er hilft damit so gut er kann. Doch ist Armosch auch noch götterfürchtig und gemahnt zur Besserung, auf das Pateshi die Sünden vergebe. Wenn auch eine Wiederaufnahme in die Gesellschaft auch nicht möglich ist, verbreitet er eine Hoffnung auf göttliche Vergebung, und diese Meinung verkündet er unaufhörlich.
Armosch ist sehr alt und kann nicht mehr richtig laufen, daher hat man ihm einen Schlitten gebaut, auf dem er hinter der Gruppe her gezogen wird. Es ist aber eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er bei einer ernsthaften Bedrohung zurückgelassen wird, weil die anderen in Furcht um ihr Leben flüchten. In der Gruppe ist er so was wie ein Ältester.


Lebensweise Bearbeiten

Die Gruppe der Namenlosen führt ein nomadisches Dasein im selben Waldgebiet, in dem auch das Lager der Brigantai liegt - traditionell gibt es hier weniger gefährliche Monster, man ist vor den Dörflern und den Jägern des Insellords sicher. Die Namenlosen ernähren sich weitestgehend von den Früchten des Waldes und gelegentlichen Tieren, die sie in Fallen fangen. Dabei verfügt keiner der Mitglieder der Gruppe über richtige Kenntnis vom Fallenstellen, vielmehr stellen ihre Fallen stümperhafte Nachbauten von Fallen, die von den Brigantai oder einigen wenigen Dörflern aufgestellt werden dar. Entsprechend dürftig fällt auch die Jagd ausbeute der Namenlosen aus.
In großen Notlagen überfallen einige Mitglieder der Namenlosen schon al im Schutz der Nacht ein Dorf, stehlen Kiri-Kiri Früchte von den Feldern und gelegentlich auch einzelne Kleidungsstücke. Selbst versorgen könnte sich die Gruppe jedenfalls nicht.

Kontakte zu anderen Bewohnern Hamurs Bearbeiten

Kurz gesagt, es gibt sie nicht. Die Dörfler sind sich der Existenz der Gruppe nicht bewusst - auch wenn es natürlich entsprechende "Schauermärchen" über eine Horde von den Göttern verfluchten Individueen gibt, die - allesamt furchtbar entstellt - des Nachts die Dörfer der rechtschaffenen Bauern überfallen und kleine Kinder stehlen.

Die Brigantai sind sich der Anwesenheit einer kleinen nomadischen Gruppe bewusst. Jedoch haben sie keinerlei Interesse an einer Kontaktaufnahme. Ihr Verhalten entspricht (obwohl das natürlich auch von der jeweiligen Gruppe des Lagers abhängt) meist eines gnädigen Ignorierens - denn selbst ein kleiner Trupp des Lagers könnte die Namenlosen spielend auslöschen. Was auch beinahe einmal passiert wäre, als ein Gruppe der Gläubigen dem kleinen Tross der Namenlosen begegnete: daher meiden die Namenlosen das Lager der Brigantai auch ängstlich.

Möglichkeiten Bearbeiten

Aus der Beschreibung der einzelnen Mitglieder der Gruppe ergeben sich schon einige Möglichkeiten. Der erste Kontakt der Helden mit der Gruppe sollte noch vor der Befreiung Hamurs erfolgen: die Helden erkennen eine weitere menschenverachtende Facette der hamurischen Gesellschaft, insbesondere, da sie (nach Möglichkeit) diejenigen waren, die für die Ausstoßung von Trane aus ihrem Heimatdorf verantwortlich waren. Grade diese Vertriebene sollte den Helden die Möglichkeit geben, mit der Gruppe friedlich Kontakt zu knüpfen. Jedoch sollten auch eventuelle Begleiter der Helden vermitteln, dass eine Aufnahme der Namenlosen im Brigantailager unmöglich ist.
Erst, nachdem die Helden Sarab Hamur befreit haben ist eine Verbesserung der Lage der Namenlosen im Rahmen eines mittelgroßen Projektes möglich.

Ansatzpunkte Bearbeiten

Spontan bietet es sich an, dass Müs Liebe zu Katzen durchaus nicht einseitig ist - vielleicht zeichnet sich hier eine saturische Berufung ab. Ebenso wäre es möglich, dass Heron der Besitzer eines einzelnen Runensteins ist oder dass die Gruppe über hier noch nicht aufgeführtes Spezialwissen verfügt, dass den Helden hilfreich sein könnte. zum Beispiel haben sie ja intensiv den Wald bereist. Vielleicht ist dabei Armosch eine Erzader aufgefallen, die nun die Anstrengungen der Helden vorantreiben könnte, oder die Vorkommensgebiete gewisser Elemente der Flora und Fauna der Insel - von Zufallsentdeckungen, die eben nur die Namenlosen gemacht haben (Höhlen, Monster, eine Nanja, die Unruhe verbreitet).

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