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Das Schwarze Auge ist ein seit 1984 kontinuierlich publiziertes deutsches Rollenspiel.

1984 kam aus den Vereinigten Staaten das Rollenspiel Dungeons & Dragons (kurz: D & D) nach Deutschland und erzielte ansprechende Verkaufsergebnisse. Darum wurde vom Spielwarenhersteller Schmidt Spiele und dem Verlag Droemer Knaur ebenfalls ein Spiel ähnlicher Machart in Auftrag gegeben, ein Rollenspiel. Der Auftrag wurde dem Kunsterzieher und freiberuflich arbeitenden Übersetzer Ulrich Kiesow angetragen, der bereits für private Zwecke fragmentarisch ein Rollenspiel erarbeitet hatte. Sein Entwurf fand Anklang, das Spiel ging in Publikation.

Neben dem Regelwerk stand die Spielwelt, Aventurien genannt, im Mittelpunkt. Das Regelwerk war einfach und erlaubte den Spielerfiguren (Helden genannt) einen recht schnellen Aufstieg. So kam es bald, dass die ersten Spieler Helden durch soviele Abenteuer gelenkt hatten, dass sie die Grenze der möglichen Entwicklung erreicht hatten. Erstmalig kam die Frage auf: Was jetzt? (man bedenke, in den Frühzeiten des Schwarzen Auges gab es noch keinen Informationsaustausch über das Internet, und DSA war für die allermeisten die erste Begegnung mit dem Thema Rollenspiel).

So wurde der Ansatz verfolgt, eine Kampagne für Helden jenseits der 21. Erfahrungsstufe zu konzipieren. Die Helden wurden aus ihrem gewohnten aventurisches Setting nach Tharun geführt, eine Welt, in der ihre Gegner ihnen an Erfahrung ebenbürtig waren und die Aufgabe war: befreit ein ganzes Reich von seinem menschenverachtendem Gesellschaftssystem! Schwertmeister war geboren, konnte sich aber komerziell nicht durchsetzen und wurde unvollendet eingestellt.

Unabhängig von Schwertmeister entwickelte sich Das Schwarze Auge beständig weiter. Es wurde zum mit Abstand kommerziell erfolgreichsten deutschen Rolenspielsystem. Die Entwicklung der Spielwelt Aventurien - einem isolierten Kontinent auf der fiktiven Welt Dere - wurde beständig durch Abenteuerbücher und Hintergrundbände vorangetrieben. Es gab diverse Übersetzungen ins europäische Ausland, die jedoch allesamt an den deutschen Erfolg nicht anknüpfen konnten. Es folgte eine Computerspielreihe, eine Romanreihe beim Heyne-Verlag, weitere Regeleditionen. Als Schmidt Spiele in Zahlungsschwierigkeiten geriet, wurde DSA vom FanPro-Verlag - einem Spezialverlag für alternative Abenteuermedien wie Rollenspiele, in dessen Umfeld die meisten DSA-Autroen auch anderes Spielmaterialien publizierten - übernommen. Schließlich folget mit Myranor eine weitere Spielwelt für Das Schwarze Auge - wiederum ein abgelegener Kontinent auf der Welt Dere.
In den letzten Jahren ist das Geschäft mit DSA insgesamt wieder ein wenig geschrumpft. Allerdings konnte sehr erfolgreich eine Reihe von Handy-Spielen publiziert werden, ein neues Computerspiel ist angekündig und die jüngste Regeledition brachte eine weitreichende Modernisierung des Spiels mit sich.

Weblinks Bearbeiten

DSA-Seiten auf den Seiten des Verlags FanPro

Alveran.org, eine der umfasensten DSA-Seiten, mit
Ausführlicher Beschreibung bisher erschiener DSA-Produkt
dem Aventurischen Geschichtsbuch (einer Übersicht über 50.000 Jahre aventurischer Geschichtsschreibung
einer ausführlichen Geschichte des Rollenspiels DSA

Wiki Aventurica ein Wikiprojekt zum schwarzen Auge, dessen Hauptaugenmerk jedoch nicht auf einer enzyklopädischen Darstellung, sondern auf einer Sammlung von Quellenangaben ligt

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